Feldraine im Spreewald

Anlage von artenreichen Feldrainen als Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten auf ökologisch bewirtschafteten Flächen

Feldraine sind artenreiche Lebensräume für Insekten, Feldhasen, Kleinsäuger, Vögel und Reptilien. Die teilweise bestehenden schmalen Feldraine sollen auf 8 Meter verbreitert werden und auf beiden Seiten des Feldweges verlaufen. So werden die Lebensbedingungen für die Tier- und Pflanzenwelt deutlich verbessert. Das Projekt ist zunächst auf 1 Jahr beschränkt, soll aber nach Möglichkeit jedes Jahr erneuert werden, um die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen zu erhalten.

10/2021 – 09/2022
Icon Partner Haende pur 1.96 Hektar
Icon Partner Haende pur Dienstvertrag
Icon Partner Haende pur 19,60
48 Zertifikate verkauft   |   147 noch verfügbar
noch 52 Tage können Sie investieren
  • Summe:

Über das Projekt

Ausgangssituation

Entlang der Feldwege wurden teilweise Obstbäume gepflanzt und an einigen Stellen sind bereits schmale Feldraine vorhanden. Nun sollen an den Feldwegen Feldraine mit einer Breite von rund 8m angelegt werden. Die Feldraine befinden sich auf ökologisch bewirtschafteten Äckern und bieten durch den Verzicht auf Pestizide und chemisch-synthetische Düngemittel ideale Voraussetzungen für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Allerdings sind nach der Ernte kaum noch Rückzugsräume für die Tierwelt vorhanden. Durch die Schaffung von Feldrainen haben die Tiere auch nach der Ernte die Möglichkeit sich zu verstecken bzw. Nahrung zu finden.

Warum hier?

Bei der Projektfläche handelt es sich um ein Mosaik aus mageren und mittleren Böden, sodass man strukturreiche und blütenreiche Feldraine etablieren könnte. Die Feldraine sind zudem eine ideale Ergänzung der neu gepflanzten Obstbäume. Aufgrund der ökologischen Bewirtschaftung sind schon viele schützenwerte Arten vorhanden, die jedoch nach der Ernte kaum Rückzugsmöglichkeiten haben. Die Anlage der Feldraine erhöht somit Überlebensrate der Tiere.

Was wäre ohne das Projekt?

Ohne die Anlage von Feldrainen werden diese Bereiche normal ackerbaulich genutzt und jährlich umgegraben.

Die Überlebenschancen von Insekten, Feldhasen, Kleinsäuger, Vögel und Reptilien sind auf dieser Fläche ohne Feldraine viel geringer.

Konkrete Maßnahmen

Anlage eines Feldrains mit 8 Meter Breite:
- Verzicht auf Pflanzenschutzmittel (Pestizide)
- Verzicht auf jegliche Düngung
- Verzicht auf Bodenbearbeitung
- Selbstbegrünung oder
- Ansaat mit gebietseinheimischen und standortangepassten Pflanzenarten, falls sich keine blütenreicher Bestand entwickelt
- Partielle Mahd 1-2-mal pro Jahr
- Stehenlassen von Teilflächen über den Winter

In diese Naturleistungen investieren Sie

Blühende Monate: 5

Einjährige Ackerwildkräuter und mehrjährige Pflanzenarten

Verzicht auf den Einsatz von Insektiziden

Gefährdete Zielarten auf der Fläche oder in direkter Umgebung
  • Grauammer (Miliaria calandra)
  • Raubwürger (Lanius excubitor)
  • Wiedehopf (Upupa epops)
  • Feldlerche (Alauda arvensis)
  • Braunkehlchen (Saxicola rubetra)
  • Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)
Gefährdete Zielarten in der Umgebung
  • Mäusebussard (Buteo buteo)
  • Turmfalke (Falco tinnunculus)
  • Rohrweihe (Circus aeruginosus)
  • Rotmilan (Milvus milvus)
  • Schwarzmilan (Milvus migrans)
  • Weißstorch (Ciconia ciconia)
Weitere wichtige Arten
  • Schafstelze
  • Schwarzkehlchen
  • Bluthänfling
  • Goldammer
  • Dorngrasmücke
  • Klappergrasmücke
Geförderte Arten
  • Mehrjährige Pflanzenarten

So kann jeder die Naturleistung erleben

  • Die Fläche ist über einen öffentlichen Weg erreichbar.
  • Bilder über das Projekt werden jährlich auf dem Online Marktplatz AgoraNatura veröffentlicht.
  • Die Fläche kann nach Absprache mit dem Anbieter besucht werden.

ProjektanbieterIn

MURI GmbH Rinderhaltung

Ansprechperson: Gregor Kablitz

Webseite: www.landwirtschaft-artenvielfalt.de

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Projektbeteiligte

MURI GmbH Rinderhaltung

Der Betrieb "MURI GmbH Rinderhaltung" ist Teil des Projektes "Landwirtschaft für Artenvielfalt" und setzt bereits viele Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt um. Der Betrieb befindet sich im Biosphärenreservat Spreewald. Das Grünland liegt zu 90 % in den Schutzzonen 2 und 3. Alle Grünlandflächen werden mit Mutterkühen beweidet. Der Großteil des Grünlands ist geprägt durch hohe Grundwasserstände. Knapp 400 ha sind Niedermoorböden mit einem hohem Anteil an Seggen und Binsen. Aufgrund der Feuchteverhältnisse kann ca. ein Drittel der Flächen erst ab dem 16. Juni bzw. 1. Juli, einzelne Flächen sogar erst Mitte Juli genutzt werden. Durch die späte Nutzung können seltene Grünlandarten zur Blüte kommen und somit ausreichend Samen reproduzieren. Viele Grünlandflächen werden außerdem nicht gedüngt. Auf dem gesamten Grünland erfolgt ab dem 1. April keine mechanische Grünlandpflege (Walzen oder Schleppen), was wichtig für den Schutz von Bodenbrütern, wie dem Kiebitz, ist. Auf dem Feuchtgrünland findet man Arten wie den Brennenden Hahnenfuß oder die Kuckucks-Lichtnelke. Für Wiesenpieper stellen diese Flächen ein wichtiges Nahrungsbiotop dar. An vielen Grabenrändern wächst der Flußampfer – die Nahrungspflanze der Raupen des Großen Feuerfalters. Die einseitige Pflege der Grabenränder trägt dazu bei, dass gute Lebensraum- und Überwinterungsbedingungen für diese Art erhalten werden. Ein Großteil der Ackerschläge weist sehr geringe Bodengüten auf, was sich in den lichten Getreidebeständen niederschlägt. Diese Flächen bieten günstige Habitatbedingungen für viele Ackerwildkräuter, wie den Lämmersalat, Acker-Gauchheil und die Kornblume . Gleichzeitig bieten sie Nahrung für Feldvögel, Feldhasen und Insekten.

Ökobetrieb

Weitere Projektbeteiligte

Naturschutzberater

Brandenburg, Lübben, 15907

Dokumentation in der Umsetzungsphase

Das Projekt startet am 01.10.2021 und läuft genau 1 Jahr, vorausgesetzt alle Zertifikate wurden verkauft.

Sie werden regelmäßig über den Verlauf des Projekts informiert. Dafür können die Anbietenden kurze Nachrichten, Bild- oder auch Audiomaterial bereitstellen. Die Anbietenden sind verpflichtet, mindestens einmal im Jahr zu berichten, ob bei der Umsetzung alles geklappt hat. Gibt es aus Ihrer Sicht Schwierigkeiten, wenden Sie sich an uns, an den Anbietenden selbst oder an die Zertifizierungsstelle.

Dokumentation der Zertifizierung

Zertifiziert nach

Natur Plus Standard

Zertifiziert durch

test

Zertifizierungsbericht

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