Modellprojekt für ökologische Korridore in der Landwirtschaft

Biotopverbund für Fledermäuse

Pflege und Entwicklung von Pappelhecken für Insekten und Fledermäuse

01/2023 – 12/2023
Icon Partner Haende pur 2 Hektar
Icon Partner Haende pur Spende
Icon Partner Haende pur 11,00
0 Zertifikate verkauft   |   200 noch verfügbar
noch 43 Tage können Sie investieren
Dieses Projekt ist ungültig.

Über das Projekt

Ausgangssituation

Im landwirtschaftlich geprägten Südosten des Barnim prägen Pappelhecken die Landschaft seit den Siebzieger Jahren. Einst angepflanzt zum Erosionsschutz und zur Produktion von Zellstoff sind diese Pappeln heute wichtige Strukturen in der Landschaft. Sie dienen Fledermäusen und Kleintieren der Orientierung und bieten wertvolle Habitate. In Totholz, Höhlen, Rissen und Spalten verbringen nicht nur Fledermäuse die Sommertage – sie sind auch Heimat von einer Vielzahl von Insekten. Wegen ihres Alters und des Klimawandels sterben viele Pappeln heute ab. Eine Option ist die Kappung der geschädigten Bäume. Dadurch bleiben wertvolle Totholzstümpfe länger stehen, das Kronenmaterial kann auf der Fläche bleiben – in seinem Schutz wachsen neue Bäume, die von den Vögeln hergetragen werdem. Das Totholz ist ein Hotspot der Biodiversität, wenn es über Jahre verrotten kann.

Warum hier?

Die Pappelhecken sind in der Agrarlandschaft besonders wichtige Leitstrukturen, an denen sich Kleintiere, wie Feldermäuse orientieren und bewegen können. In einer sonst ausgeräumten Agrarlandschaft gilt es, die bestehenden Elemente zu erhalten und zu entwickeln.

Was wäre ohne das Projekt?

Die Pflege würde vorrangig nach Verkehrssicherungsaspekten stattfinden, es würde kein Totholz auf der Fläche verbleiben, weil das gesamte Holz zur Abfederung der Kosten verkauft werden würde. Die wertvollen Mikrohabitate, wie Rindentaschen für Fledermäuse, Insektengallerien, Risse und Spalten würden entnommen.

Der Lebensraum Pappelhecke verliert an Strukur, ohne das liegende Totholz trocknet der Boden noch rascher aus, eine Wiederbepflanzung wird aufwendiger. Die Habitatkontinuität nimmt ab. Totholzliebende Insekten verschwinden von der Fläche und mit Ihnen die Nahrungsgrundlage der Fraßgesellschaften.

Konkrete Maßnahmen

Die Erstellung einer Planung, welche Bäume entnommen werden, und welche bleiben sollen.
Das Kappen von zusammenbrechenden Bäumen, damit in dem verbleibenden Torso Fledermäuse und andere Tiere leben können.
Das Konzentrieren und Belassen des anfallenden Pflegeholzes auf der Fläche, damit im Schutz des Totholzes Naturverjüngung stattfinden kann.
In Bereichen, in denen keine lebenden Bäume mehr sind, soll die Hecke mit einzelnen Weiden ergänzt werden. Die Weiden werden im Rahmen einer Pflegemaßnahme von 200 Jahre alten Kopfweiden gewonnen und sind heimisch und bieten eine hohe Qualität der Tracht für Insekten und dadurch für Fldermäuse.

Die Maßnahme findet in der offenen Agrarlandschaft statt.

Geschützte Arten

Die totholzbewohnenden Insekten profititeren von der Maßnahme, ferner strukturgebundene Fledermausarten sowie Amphibien und Reptilien, die sich in den entstehenden Strukturen aufhalten können.

In diese Naturleistungen investieren Sie

Wichtige Arten
  • Weißdorn
  • Pfaffenhütchen
  • Silberweide
  • Salweide

Gefährdete Zielarten auf der Fläche oder in direkter Umgebung
  • können vorkommen: Großer Abendsegler
  • Zwergfledermaus
  • Mückenfledermaus
Gefährdete Zielarten in der Umgebung
  • Fransenfledermaus
  • Braunes Langohr
Besonders gefördert werden
  • alle strukturgebundenen Fledermausarten sowei Holzbewohnende Käfer und Insekten
Weitere wichtige Arten
  • Amphibien und Reptilien
  • Zauneidechse
  • Laubfrosch
  • Erdkröte
  • Weitere Arten die an den enstehenden Totholzhaufen ideale Habitatstrukturen z.B. zum Überwintern finden
Besondere Habitatstrukturen
  • Besonntes stehendes Totholz 35 gekappte Baumtorsos
  • Totholzhaufen 10 Haufen
  • Belassen von Höhlenstrukturen und Rissen 5 Einzelhöhlungen
Relevante Kenngrößen

Erosionsschutz

Bodenschutz


So kann jeder die Naturleistung erleben

  • Die Fläche ist über einen öffentlichen Weg erreichbar.
  • Bilder über das Projekt werden jährlich auf dem Online Marktplatz AgoraNatura veröffentlicht.

ProjektanbieterIn

Förderverein Naturpark Barnim

Ansprechperson: Alfred Hesse

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Projektbeteiligte

Alfred Hesse

Projektkoordination im Rahmen des "Modellvorhaben für ökologische Korridore in der Landwirtschaft". Es werden Landnutzer bei der naturschutzfachlichen Entwicklung bestehender wertvoller Strukturen unterstützt, gemeinsam und grenzübergreifend wird so der Biotopverbund gestärkt. Die Projektkoordination wird durch das Land Brandenburg, die EU und den Bund finanziell unterstützt.

Weitere Projektbeteiligte

Kooperationspartner, fachliche Beratung

Herr Dr. Möller

zustimmende Behörde (dem Projekt wurde zugestimmt)

Frau A. Parey

fachliche Beratung

Herr Volker Keuchel

Brandenburg , Märkisch Oderland, 16259
Aus naturschutzfachlichen Gründen wird die genaue Lage der Fläche hier nicht sichtbar gemacht.

Dokumentation in der Umsetzungsphase

Das Projekt startet am 01.01.2023 und läuft genau 1 Jahr , vorausgesetzt alle Zertifikate wurden verkauft.

Sie werden regelmäßig über den Verlauf des Projekts informiert. Dafür können die Anbietenden kurze Nachrichten, Bild- oder auch Audiomaterial bereitstellen. Die Anbietenden sind verpflichtet, mindestens einmal im Jahr zu berichten, ob bei der Umsetzung alles geklappt hat. Gibt es aus Ihrer Sicht Schwierigkeiten, wenden Sie sich an uns, an den Anbietenden selbst oder an die Zertifizierungsstelle.

Dokumentation der Zertifizierung

Zertifiziert nach

Natur Plus Standard

Zertifiziert durch

test

Zertifizierungsbericht

PDF öffnen

Neuigkeiten

Weidensetzstangen wurden geerntet (01/23)

Im nahe gelegenen FFH Gebiet Trampe wurden im Rahmen der Kopfweidenpflege an uralten Bäumen Setzruten gewonnen, die in die Pappelhecke gesteckt werden sollen. In Kooperation mit dem Naturpark Barnim und Prillwitz-Forst aus Breydin werden die Setzruten überwintert und für die Pflanzung vorbereitet.

Herzlichen Dank an Volker Keuchel und seine Kollegen vom Naturpark Barnim.