Moorbodenschutz mit Beweidung

Offenhaltung von freigestellten Feuchtflächen

Wir wollen durch das Projekt eine große Weidefläche schaffen und damit zeigen, dass die extensive Beweidung eine naturschutzfachlich hochwertige Nutzung für nasse Moore darstellt. Dazu brauchen wir die Sicherheit, dass die Pacht zumindest für die nächsten 5 Jahre und die Kosten für den Bau des Weidezauns gesichert sind. Die Beweidung erfolgt mit seltenen Haustierrassen.

04/2022 – 03/2027
Icon Partner Haende pur 3.9 Hektar
Icon Partner Haende pur Spende
Icon Partner Haende pur 3,90
0 Zertifikate verkauft   |   1950 noch verfügbar
noch 153 Tage können Sie investieren
  • Summe:

Über das Projekt

Ausgangssituation

Bei der Projektfläche handelt es sich um zwei, seit mehreren Jahren nur noch wenig genutzten Grünlandflächen mit verbuschten Torfstichen. Sie sollen mit einer weiteren Fläche zusammengelegt und als eine große Weidefläche entwickelt werden. Es fehlen jedoch Finanzmittel für die Pacht, Zaunbau und ein gezieltes Weidemanagement.

Warum hier?

Die Projektidee ist Teil eines größeren Vorhabens. So werden die ehemaligen Torfstiche auf der Projektfläche bereits im Rahmen eines anderen Projekts entbuscht und als Feuchtflächenhabitat entwickelt. Die weitere, mit eingebundene Teilfläche ist im Eigentum der Stadt Freising und wird über Ausgleichszahlungen als artenreiches Grünland entwickelt und soll ebenso durch Beweidung langfristig gepflegt werden. Mit der Realisierung dieses Projekts könnten wir die Projektfläche in ein Vertragsnaturschutzprogramm aufnehmen lassen und auf der entstehenden Gesamtfläche durch eine gezielte Beweidung und eine Mahdgutübertragung auch hier eine naturschutzfachlich hochwertige Aufwertung umsetzen. Zudem ist das Gebiet für eine Wiedervernässung vorgesehen. Wir können damit hier testen, wie die Beweidung eines artenreichen Grünlands bei Vernässung umgesetzt werden kann.


Was wäre ohne das Projekt?

Ohne das Projekt würden die beiden vorgesehenen Flächen zwar weiterhin extensiv genutzt, die mit unserem Projekt geplanten Verbesserungen - gezieltes Weidemanagement und Mahdgutübertragung - könnten hier aber nicht umgesetzt werden.

Eine naturschutzfachliche Entwicklung kann ohne das Projekt nicht erreicht werden. Nach Ende der Projektlaufzeit kann der Zustand der aufgewerteten Flächen langfristig über das Vertragsnaturschutzprogramm erhalten werden.

Konkrete Maßnahmen

Über das Projekt soll die Pacht für die Nutzung der Flächen finanziert werden.
Das Gebiet wird eingezäunt.
Durch das Projekt wird eine - auf die naturschutzfachliche Aufwertung der Fläche ausgerichtete - Beweidung erfolgen. Ebenso wird eine Mahdgutübertragung aus hochwertigen Nachbarflächen finanziert.

Geschützter Biotoptyp + Lebensraumtyp

Die Fläche liegt zentral im FFH Gebiet

Geschützte Arten

In diese Naturleistungen investieren Sie

Besonders gefördert werden
  • Libellen
  • Bekassine
  • Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Besondere Habitatstrukturen
  • Zeitweise bestehende Gewässerstrukturen für Libellen und Amphibien
  • Wechsel von kurz und langrasigen Bereichen
Gefährdete Arten
  • Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)

Weitere wichtige Arten: Mehlprimeln (Primula farinosa), Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica)

Feuchtflächen bieten Raum für spezialisierte Pflanzenarten

So kann jeder die Naturleistung erleben

  • Die Fläche ist über einen öffentlichen Weg erreichbar.
  • Bilder über das Projekt werden jährlich auf dem Online Marktplatz AgoraNatura veröffentlicht.
  • Die Fläche kann nach Absprache mit dem Anbieter besucht werden.
  • Es finden Umweltbildungs- bzw. Naturerlebnisangebote auf / rund um die Fläche statt.

Diese unterstützen Sie indirekt

Gefährdete Haustierrassen

Wichtige Namen
  • Murnau-Werdenfelser Rinder
  • oder auch Waldschafe

ProjektanbieterIn

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Projektbeteiligte

Landwirtschaftsbetrieb Bartl

Unser Betrieb pflegt derzeit ca. 30 ha Grünland im Freisinger Moos und 5 ha am tertiären Hügelland durch Beweidung und Mähen. Bei uns kommt kein Einsatz von Kunstdünger und Pflanzenschutz vor! Der derzeitige Tierbestand besteht aus ca. 15 Mutterkühen mit Nachzucht der Rassen Murnau-Werdenfelser (vom Aussterben bedroht), Pinzgauer (Alte Zuchtrichtung-von Aussterben bedroht) und Fleckvieh (Simmentaler). Der Schafbestand besteht zur Zeit aus 70 Mutterschafen mit Nachzucht der Rassen Braunes- Schwarzes- und Weißes Bergschaf (alle vom Aussterben bedrohte einheimische Rassen). Wir vermarkten alle unsere Tiere regional, da wir ihnen lange Transportwege ersparen möchten und uns ein artgerechter Umgang wichtig ist. Das Knowhow unseres Betriebes besteht aus den Erfahrungen meines Vaters, der als Landwirt seit über 40 Jahren aktiv die Beweidung im Freisinger Moos mit Rindern betreibt. Unser Ziel ist es, durch Beweidung den Zustand der Flächen so zu erhalten und zu verbessern, dass auch für heimische Wild- und Pflanzenarten ein perfekter Lebensraum entsteht. Ohne staatliche und privat finanzierte Programme zur Honorierung der dabei entstehenden Naturleistungen, wäre es nicht möglich, so zu wirtschaften!

Familienbetrieb

Ökobetrieb

Bayern, Freising, 85354

Dokumentation in der Umsetzungsphase

Das Projekt startet am 01.04.2022 und läuft genau 5 Jahre , vorausgesetzt alle Zertifikate wurden verkauft.

Sie werden regelmäßig über den Verlauf des Projekts informiert. Dafür können die Anbietenden kurze Nachrichten, Bild- oder auch Audiomaterial bereitstellen. Die Anbietenden sind verpflichtet, mindestens einmal im Jahr zu berichten, ob bei der Umsetzung alles geklappt hat. Gibt es aus Ihrer Sicht Schwierigkeiten, wenden Sie sich an uns, an den Anbietenden selbst oder an die Zertifizierungsstelle.

Dokumentation der Zertifizierung

Zertifiziert nach

Natur Plus Standard

Zertifiziert durch

test

Zertifizierungsbericht

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