Schutzhecke mit Mehrwert

Heckenpflanzung am Greifswalder Bodden

Unser Friedrichshagener “Heckenprojekt” soll mehrere Funktionen erfüllen:
1. Förderung von Bruthabitaten für Feldvögel und Schaffung von Überwinterungshabitaten für Amphibien, Reptilien und Insekten.
2. Vernetzung und Ergänzung angrenzender Waldstrukturen, Grünlandhabitate und Feuchtbiotope
3. Integration bereits etablierter Schutzelemente (z.B. Totholz- und Steinlesehaufen)
4. Windschutz für die angerenzenden Flächen und die Dorfrandlagen
5. “Naturerklärung der Senioren an die Enkel”: Unsere Jüngsten können hier die Natur erleben und von ihr lernen. Dazu bietet die Hecke ihnen ein Angebot an Obst und essbaren Wildfrüchten, blühenden Heckenpflanzen, Heckenbrütern und Insekten und nicht zuletzt den jahreszeitlicher Wandel der vielfältigen Heckenvegetation.

01/2023 – 12/2027
Icon Partner Haende pur 0.03 Hektar
Icon Partner Haende pur Dienstvertrag
Icon Partner Haende pur 100,40
0 Zertifikate verkauft   |   15 noch verfügbar
noch 14 Tage können Sie investieren
  • Summe:

Über das Projekt

Ausgangssituation

Das Projektgebiet liegt in einer Ackerbauregion östlich von Greifswald. Die Landschaft ist hier durch einen Wechsel von Acker-Grünland-Waldgebieten-dörflicher Bebauung sowie Gewässer-Ausläufern des Greifswalder Boddens mit angrenzendem Schilfgürtel geprägt. Vorhandene Grünlandflächen in Kombination mit begleitenden Gehölz- und Saumstrukturen lockern die ackerbauliche Nutzung deutlich auf. Diese natürlichen Landschaftselemente sollen kontinuierlich aufgewertet und ergänzt werden. Auf der Projektfläche selbst sollen demnächst – ergänzend zu diesem AgoraNatura-Angebot – drei Obstbäume (alte Sorten) gepflanzt werden. Diese Bäume wurden uns von Dr. Mirjam Koch und Prof. Dr. Christoph-Martin Geilfus als Geschenk für ihre Hochzeitsgäste gespendet.

Warum hier?

Die Ruderalfläche ist schon jetzt wichtiger sozialer Treffpunkt für beide Ortsteile des Dorfes. Durch die Heckenpflanzung wollen wir die Attraktivität dieses Ortes als "Begegnungsplatz in der Natur" erhöhen. Dafür soll der Platz auch durch die Bereitstellung von Sitzgelegenheiten aufgewertet werden. Zudem soll die neue Hecke auch zur Vernetzung zweier größerer Waldgebieten beitragen, und zwar einem Forst der Universität Greifswald und dem Naturschutzgebiet Eldena.

Was wäre ohne das Projekt?

Ohne eine zusätzliche Finanzierung könnten wir die Neuanlage und Pflege der Hecke - mit Ausnahme der drei Obstgehölze - nicht realisieren. Die Fläche würde weiterhin als Brache bewirtschaftet, mit der floristischen Ausstattung, die wir auch jetzt vorfinden.

Eine nennenswerte zusätzliche Ansiedlung von Heckenbrütern, Insekten und Wildkräutern ist ohne Heckenpflanzung nicht zu erwarten. Die Fläche würde auch dann öffentlich zugänglich sein, aber nicht ganz so schön sein wie geplant.

Konkrete Maßnahmen

Über AgoraNatura-Zertifikate wollen wir v.a. den Kauf des Pflanzguts finanzieren. Den zusätzlichen Aufwand erbringen wir in Eigenleistung. Geplant sind folgende Maßnahmen:
- Pflanzung einer ca. 30 m langen und 6 m breiten Hecke, zuzüglich eines 2 m breiten Saums
- Verwendung von mind. 5 gebietsheimischen Feldgehölzen (je nach Verfügbarkeit des Pflanzguts)
- Bewässerung und Pflege der Pflanzung
- angestrebt werden mind. alle 2 Jahre Mahd des Saums mit Schnittgutabtrag zur Aushagerung
- Anlage weiterer Kleinstrukturen (Gehölz- und Lesesteinhaufen) als Rückzugshabitat für Amphibien, Reptilien und Kleinsäuger


Geschützte Arten

Wildbienen und andere Insekten, Heckenbrüter, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger

In diese Naturleistungen investieren Sie

Blühende Monate: 7

z.B. Weide, Holunder, Weißdorn, Roter Hartriegel, Felsenbirne mind. 5 Arten und Wildkräuter auf der Brache mind. 16 Arten

Farbliche Vielfalt: aktuell: rosa, gelb, weiß

z.B. Ackerkratzdistel, kleine Klette, Schwarznessel, Rainfarn, Jakobsgreiskraut, Holunder, Meerrettich

Besondere Habitatstrukturen
  • Lesesteine, Totholz, markhaltige Stängel am angrenzenden Holundergebüsch ca. 40 qm
  • Mäusegänge sporadisch auf gesamter Brache
  • weitere Totholz- und Lesesteinhaufen (geplant)

Verzicht auf den Einsatz von Insektiziden

Gefährdete Arten
  • aktuell unbekannt*

Weitere wichtige Arten: Hainbuche, Holunder, Weide, Hasel, Weißdorn, Roter Hartriegel, Felsenbirne**

Besonders gefördert werden
  • Schützenswerte Wildkräuter sowie gebietsheimische Gehölzarten, die durch Dornen, Blüten und Früchte wichtige Nahrungsquellen und Nisthabitate für verschiedene Tierarten darstellen

Besonders gefördert werden
  • Heckenvögel
  • Wildbienen
  • Insekten allgemein
  • Spinnen
  • Kleinsäuger
  • Amphibien/Reptilien
Besondere Habitatstrukturen
  • Heckenstrukturen mit Dornen, Pollen- und Nektarquellen, Früchten 220 qm

So kann jeder die Naturleistung erleben

  • Die Fläche liegt an einem ausgewiesenen Wander- oder Radweg.
  • Die Fläche ist über einen öffentlichen Weg erreichbar.
  • Bilder über das Projekt werden jährlich auf dem Online Marktplatz AgoraNatura veröffentlicht.
  • Die Fläche kann nach Absprache mit dem Anbieter besucht werden.

Da die Fläche schon jetzt als Treffpunkt dörflicher Aktionen etabliert ist, könnten sich hier auch neue Aktivitäten in Bezug auf Umweltbildung, Naturführung u.ä. entwickeln. So wurde bereits anlässlich des letzten Kinderfestes eine Besichtigung und Erklärung des anliegenden Lesesteinhaufens durchgeführt.

ProjektanbieterIn

Landwirtschaftsbetrieb Kaminski GbR

Ansprechperson: Katharina Kurowski

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Projektbeteiligte

Wir wollen mit dem Projekt als familiengeführte GbR den Lebensraum, in dem wir wohnen und wirtschaften pflegen, aufwerten und attraktiver machen. Eine Hecke ist dafür nicht nur aus ökologischer Sicht sinnvoll, sondern sie ist als auffälliges Element in der Landschaft auch von Besuchern leicht zu "erleben". Auf unserer eigenen Flächen ist so eine Anpflanzung möglich, und daher wird die Hecke an dieser Stelle nachhaltigen Bestand und Nutzen für Viele haben.

Familienbetrieb

Weitere Projektbeteiligte

Norbert Kaminski
Flächeneigentümer und GbR-Partner

Dr. Nathalie Soethe (Naturschutzberaterin)
Fachliche Beratung und Unterstützung bei Angebotserstellung

Mecklenburg-Vorpommern , Vorpommern Greifswald, 17493

Dokumentation in der Umsetzungsphase

Das Projekt startet am 01.01.2023 und läuft genau 5 Jahre , vorausgesetzt alle Zertifikate wurden verkauft.

Sie werden regelmäßig über den Verlauf des Projekts informiert. Dafür können die Anbietenden kurze Nachrichten, Bild- oder auch Audiomaterial bereitstellen. Die Anbietenden sind verpflichtet, mindestens einmal im Jahr zu berichten, ob bei der Umsetzung alles geklappt hat. Gibt es aus Ihrer Sicht Schwierigkeiten, wenden Sie sich an uns, an den Anbietenden selbst oder an die Zertifizierungsstelle.

Dokumentation der Zertifizierung

Zertifiziert nach

Natur Plus Standard

Zertifiziert durch

test

Zertifizierungsbericht

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