WAS ist AgoraNatura?

AgoraNatura ist der deutschlandweite Online-Marktplatz für Naturschutzzertifikate. Ziel ist es, die biologische Vielfalt und die Leistungen der Natur zu schützen. Dazu werden Umweltvereine, Landwirtinnen und Landwirte mit Unternehmen und Privatpersonen vernetzt. Das Ergebnis sind zertifizierte Naturschutzprojekte, die in ganz Deutschland umgesetzt werden können – auch in Ihrer Region!

Das klingt interessant für Sie und Sie wollen die biologische Vielfalt und die Leistungen der Natur feiern?

Dann sind Sie hier richtig!

agora natura Übergabe des Zertifikates in Wittbrietzen

Weil Natur MehrWert ist !

AgoraNatura -
der deutschlandweite Online-Marktplatz für Naturschutzzertifikate

AgoraNatura befindet sich derzeit noch in der Programmierung und wird voraussichtlich im Oktober 2019 offiziell starten. Bis dahin finden Sie an dieser Stelle Informationen zu den ersten, zertifizierten Pionierprojekten. Weitere Informationen zum Forschungs- und Entwicklungsprojekt AgoraNatura finden Sie hier

Finanzierte Pionierprojekte

Bereits zwei Pionier-Unternehmen haben in jeweils zwei zertifizierte Naturschutzprojekte investiert. Herzlichen Dank!

Der Hersteller von Büro- und Wohnaccessoires WERKHAUS GmbH ist ein Pionierinvestor von zwei AgoraNatura-Projekten in der Nähe von Potsdam in Brandenburg. Es handelt sich hierbei um ein Amphibienschutz- und um ein artenreiches Grünlandprojekt.  Mit der Finanzierung dieser Projekte leistet WERKHAUS einen wertvollen Beitrag zur Tier- und Pflanzenvielfalt sowie zur Reinhaltung von Grund- und Oberflächenwasser durch die Vermeidung von Schadstoffeinträgen. Weitere Informationen finden Sie in der folgenden Pressemitteilung.

Der regionale Energieversorger WEMAG AG finanziert in der brandenburgischen Prignitz die Anlage einer Blühfläche sowie eine extensive Ackernutzung. Beide Projekte sichern für 5 Jahre bedrohte Ackerwildkräuter, den Lebensraum für blütenbestäubende Insekten und andere Naturleistungen, wie beispielsweise die Vermeidung von Stickstoffeinträgen ins Grundwasser. Weitere Informationen finden Sie in den beiden Pressemitteilungen: Pressemitteilung 1; Pressemitteilung 2.               

Weitere Pionierprojekte

Entscheiden Sie mit, welche Ernte in Zukunft eingefahren wird und unterstützen Sie Quadratmeter für Quadratmeter das Engagement der NaturschutzanbieterInnen für mehr Artenvielfalt und Naturleistungen!

Vielfalt Tiere
Wasserleistungen
Genetische Vielfalt
Bestäubungsleistungen
Stern-Legende

Blühfläche im rebhuhnschutzprojekt Göttingen

 

Erinnern Sie sich noch an den gestiefelten Kater? Heute hätte der große Schwierigkeiten, Rebhühner in die Falle zu locken. Der Feldvogel ist in Europa stark gefährdet. Eine intensive Landbewirtschaftung mit großen Maschinen zerstört seine Lebensräume. Die Universität Göttingen steuert mit ihrem Rebhuhnschutzprojekt dagegen und gewinnt dafür Partner aus der Landwirtschaft.

Am südlichen Stadtrand von Göttingen soll eine bisher konventionell bearbeitete Fläche zu einer blühenden Wildkräuter-Wiese werden. So finden die letzten Rebhühner aus der Umgebung wieder genügend Deckung und Nahrung. Auch, um zu brüten, die Jungvögel vor Füchsen versteckt zu halten und so die Anzahl der Vögel zu stabilisieren. Davon profitiert nicht allein das Rebhuhn. Auf der Fläche vermehren sich bestäubende Insekten und andere Feldvögel.

Durch den Verzicht auf jeglichen Dünge- und Pflanzenschutzmittel wird das Grundwasser geschont. Und vom naheliegenden Spazierweg erfreuen wir uns alle an der Farbenpracht. Die erzielten Ergebnisse dokumentiert die Universität Göttingen jährlich und gibt diese an die NaturschutzinvestorInnen weiter.  Das Angebot soll langfristig etabliert werden, um die positiven Effekte nachhaltig zu sichern. 

Bundesland: Niedersachsen

Postleitzahl und Ort: 37083 Göttingen-Geismar

Laufzeit: 09/2019 – 09/2024 (5 Jahre)

Sonstiges: Spendenprojekt  ProjektanbieterIn: Abteilung Naturschutzbiologie, Georg August Universität Göttingen

 
 
© Eckhard Gottschalk
  • 17.250 €
  • 23.000 m²
  • 5 Jahre

Jetzt investieren

schon ab
75,-
  • für 100 m²
  • für 5 Jahre
Vielfalt Tiere
Vielfalt Pflanzen
Wasserleistungen
Genetische Vielfalt
Bestäubungsleistungen
Schraffur-Legende
Stern-Legende

Streuobstwiese „SortenGarten Dörrensolz“ Rhön

Streuobstwiesen sind lebende Datenbanken. Sie bewahren und vermehren die genetischen Informationen für uralte, seltene Obstsorten. Zudem tummeln sich hier viele seltene Spezialisten aus der regionalen Tier- und Pflanzenwelt. Die Altbäume sind die Leistungsträger in diesem System. Dass sie weniger Äpfel tragen, ist Nebensache, denn sie bieten in Stammhöhlen und abgestorbenen Ästen begehrte und fast verschwundene Lebensräume. 

Mit ihren Reisern gelingt die Vermehrung der seltenen Sorten am besten. Umso wichtiger ist es, dass Jungbäume zu langlebigen Senioren heranwachsen. Diese Art der Datensicherung erfordert gute Pflege und lässt sich nicht digitalisieren. Der Obstertrag allein kann die Kosten dafür nicht decken – auch nicht im „SortenGarten Dörrensolz“. Hier entwickelt der LPV „Biosphärenreservat Thüringische Rhön“ seit 1996 eine alte Obstplantage zum Erlebnis-Genpool. Aktuell besteht er aus über 120 verschiedenen Apfelsorten, darunter seltene, alte Züchtungen wie Hoßfeld und Gülderling. Auch die Wiese unter den Bäumen wetteifert mit dieser Vielfalt. Der Pflegeaufwand für die Bäume und die stückweise Mahd des artenreichen Grünlandes ist groß, doch dafür blüht es hier fast das gesamte Jahr hindurch. Das lockt unzählige Vögel und Insekten an, die zur Bestäubungsleistung der Fläche beitragen. 

Dieses klang- und farbenreiche Landschaftserlebnis direkt am Biosphärenreservat Rhön erleben Sie als NaturschutzinvestorIn nicht nur bei Streuobstfesten und Obstsammelaktionen, sondern auch bei einer exklusiven jährlichen Führung.

 

Bundesland: Thüringen, Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Postleitzahl und Ort: 98634 Dörrensolz / Gemeinde Unterkatz

Sonstiges: Spendenprojekt; Erhaltungs- und Entwicklungsprojekt

ProjektanbieterIn: Landschaftspflegeverband „Biosphärenreservat Thüringische Rhön“ e.V.

weitere Projektinformationen

© ???
  • 48.255€
  • 19.300 m²
  • 5 Jahre

Jetzt investieren

schon ab
250,-
  • für 100 m²
  • für 5 Jahre
Vielfalt Tiere
Vielfalt Pflanzen
Wasserleistungen
Genetische Vielfalt
Schraffur-Legende
Stern-Legende

Naturnahe weidefläche im Freisinger Moos

Moore sind leistungsfähige Ökosysteme und stark unterschätzte Klimaschützer. Seit mehr als 11.000 Jahren speichern sie Kohlenstoff und filtern als „Nieren der Landschaft“ Nährstoffe aus dem Wasser. Außerdem bietet die feuchte Landschaft Raum für seltene, hochspezialisierte Pflanzen und Tiere. Diesen Leistungskatalog boten Niederungen und Flussauen einst auf ausgedehnten Flächen, bis der Mensch den Torf verheizte oder im Gartenbau verbrauchte und die Moore mit Entwässerungsgräben überzog. 

Zurück blieben landwirtschaftlich genutzte Niedermoorböden, deren Torfschicht sich an der Luft zersetzt. Aus wertvollen Speichern haben wir CO2-Emittenten gemacht. Das lässt sich zum Glück kurieren, durch Wiedervernässung. Doch auch in nassen, geschützten Moorlandschaften wie dem „Freisinger Moos“ bei München ist eine behutsame Bewirtschaftung wichtig. Im Moment breiten sich hier Schilf und Neophyten ungebremst aus. Feuchte Senken und kleine Wasserflächen drohen zu verlanden. Daher will der Landschaftspflegeverband Freising e.V. die Fläche mit Wasserbüffeln beweiden. Ihnen ist das Leben im Feuchten in die Wiege gelegt. Durch ihre kulinarischen Vorlieben holen sie die Artenvielfalt zurück, ohne den Moorboden und seine Funktionen zu zerstören. 

Der geringe Fleischertrag macht die robuste, artgerechte Haltungsform jedoch unrentabel. Honorieren wir den gesellschaftlichen Nutzen, kann die Pilotfläche Schule machen. Pläne für eine genossenschaftliche Produktion von Büffelfleisch und Moorleistungen liegen auf dem Tisch. 

Als NaturschutzinvestorIn erhalten Sie zur Fläche und zur Vision für das „Freisinger Moos“ eine jährliche Führung vor Ort. Zudem werden Ihnen die Ergebnisse zur Verfügung gestellt, die der Landschaftspflegeverband zusammen mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Naturschutzbehörde jährlich dokumentiert.

Bundesland: Bayern, Freising

Postleitzahl und Ort: 85375 Neufahrn

sonstiges: Spendenprojekt, liegt im Europäischen Vogelschutzgebiete „Freisinger Moos“

ProjektanbieterIn: Landschaftspflegeverband Freising e.V.

Weitere Projektinformationen

© Simone Buchner/ LPV Freising
  • 5.400 €
  • 18.000 m²
  • 5 Jahre

Jetzt investieren

schon ab
30,-
  • für 100 m²
  • für 5 Jahre

Luzernenanbau als Nahrungsfläche für den Rotmilan

Schreiadler, Rot- und Schwarzmilane sind majestätische Vögel, deren Silhouetten nur noch selten am Himmel zu sehen sind. Auch sie gehören zu den Verlierern einer flächendeckend intensivierten Landbewirtschaftung. Auf dicht bewachsenen Rapsfeldern oder im hohen Mais haben sie keine Chance, ihre Beute zu erreichen. Die Umstellung von konventionellem Getreide auf so genanntes Ackerfutter schafft Abhilfe: In Luzerne und Kleegras vermehren sich Mäuse und andere Kleinsäuger zahlreich.

Werden immer nur Teilbereiche des Grünfutters abgeerntet, entsteht ein Mosaik, in dem Jäger und Beute optimale Bedingungen finden. So bietet die Fläche ausreichend Nahrung während der gesamten Brutzeit, wenn besonders viele Schnäbel zu stopfen sind. Und sie leistet noch mehr: Der Verzicht auf Dünger und Pestizide wirkt sich positiv auf bestäubende Insekten und das Grundwasser aus. Die stickstoffbildenden Futterpflanzen lassen die Bodenfruchtbarkeit steigen und wirken erosionsmindernd.

In der Uckermark plant der Landschaftspflegeverband Uckermark-Schorfheide e.V. die Anlage einer solchen Fläche zusammen mit dem örtlichen Betrieb. Die Erfolge werden dokumentiert und es besteht die Möglichkeit einer Führung.

Bundesland: Brandenburg, Uckermark

Postleitzahl und Ort: 16306 Karlsberg

ProjektanbieterIn: Landschaftspflegeverband Schorfheide e.V.

weitere Projektinformationen

© Jan Noack
  • 49.266 €
  • 160.000 m²
  • 3 Jahre

Jetzt investieren

schon ab
31,-
  • für 100 m²
  • für 3 Jahre

Ihr Kontakt zum AgoraNatura-Team

Sie sind interessiert daran, Naturschutzinvestor zu werden oder haben Fragen zu den obengenannten zertifizierten Naturschutzprojekten? Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse.

E-Mail: info@agora-natura.de
Telefon: 033432 82-131 (Marlen Krause) oder -341 (Carolin Biedermann)

Projektpartner
zalf2
greifswald-logo
Logo DUH
DVL_Logo
Förderer

Das Projekt „AgoraNatura“ wird im Rahmen der gemeinsamen Förderinitiative von BMBF und BMUB „Forschung zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie“ (F&U NBS) und im BMUB durch das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert.